Torsten Münchow

wurde in Berlin-Wedding geboren und ist Schau- und Stimmspieler sowie Regisseur.

Neben seiner Bühnentätigkeit in München, Hamburg, Berlin, Wien und Danzig steht Münchow auch für Film und Fernsehen vor der Kamera, wie für die Kinofilme Keep On Running, Superbrain (mit Oliver Reed), Der Film Deines Lebens, Die Liebe Deines Lebens (Premiere 2018) und für Fernsehserien wie Tatort, Soko, Der Alte, Derrick, Anna Maria, eine Frau geht ihren Weg u.v.a.

Auf der Bühne spielte er in über 90 Produktionen den Ernest Hemingway in „Tod Eines Jägers“ (Rolf Hochhuth), Norman (Dave) in „Ladies Night“ („The Full Monty“ von Anthony McCarten), Sir Toby in „Was ihr Wollt“, John Proctor in Hexenjagd“ (Arthur Miller), Lennie in „Von Mäusen und Menschen“ (John Steinbeck), Jedermann in „Jedermann“ (Hugo von Hofmannsthal) und viele andere.

2012 verkörperte er im bekannten TV-Zweiteiler Die Reichsgründung & Die nervöse Großmacht die Titelrolle des Fürsten Otto von Bismarck unter der Regie von Bernd Fischerauer. Er spielte im Dokumentarspielfilm Die Frauen der Wikinger (Viking Women), der 2015 mit der Worldmedal/Gold des New York Filmfestival ausgezeichnet wurde, an der Seite von Esther Schweins. 2014 stand er für den US-Kinofilm Father Rupert Mayer (mit Stacy Keach) und den Spielfilm Die Gefangenen der SS vor der Kamera.

Er führte in mehr als 80 Spielfilmen und Serien Synchronregie und inszenierte 15 Hörspiele und Hörbücher.

Hinter der Bühne ist der vielbeschäftigte Schauspieler ebenso aktiv. 1990 feierte er als erster westdeutscher in der DDR erste Regie-Erfolge mit „Liebestoll“ (Fool for love) von Sam Shepard am Theater Anklam (DDR). Es folgten u.a. „Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“ von Gerhard Woyda am Renitenz Theater Stuttgart, „Fool For Love“ von Sam Shepard am Teater Sörmland / Schweden und dem Musical „Space Dream“ von Harry Schärer am Space Dream Musical Theater, Berlin. 2007 und 2008 erregte er bei den Salzachfestspielen Laufen mit dem Singspiel „Jedermann the King“ nach Motiven von Hugo von Hofmannsthal und der Inszenierung „Was Ihr Wollt“ von William Shakespeare großes Aufsehen. Über Münchows erfolgreiche Inszenierung von Rolf Hochhuths „Sommer 14“ am Theater am Schiffbauerdamm (Berliner Ensemble, August 2014) wurde deutschlandweit in den Medien (www.sommer14.com) berichtet.

Als Synchronsprecher leiht Torsten Münchow u.a. Brendan Fraser, Ice-T, Michael Madson und Antonio Banderas seine unverwechselbare dunkle und rauchige Stimme und findet als „Stimmspieler“ bei zahlreichen Hörbuchaufnahmen (Tod eines Jägers, Der Befreier, Napoleon und die Schlacht bei Waterloo u.v.a.) immer wieder große Beachtung.

Von 2009 bis 2010 war er Talkmaster der ARD-alpha Talkshow „alpha FORUM“ und interviewte u.a. Bundesminister Dr. Peter Ramsauer, Harald Dietl, Cordula Trantow, Markus Meindl, Ellen Schwiers, Katerina Jacob, Gil Ofarim, Ottfried Fischer, Jürgen Tarrach, Markus Meindl, Pascal Breuer und Margit Bönisch.

Torsten Münchow ist ein leidenschaftlicher „Kultur-Brückenbauer“ (Ost-West) und hat sich in den letzten 4 Jahren sehr für die Deutsch-Polnische Verständigung in der Kultur stark gemacht. September 2016 initiierte und leitete er, die erfolgreichen  1. INTERNATIONALEN MUSIK & THEATER TAGE in Kołobrzeg (vormals Kolberg) mit Musikern und Schauspielern aus Polen, Italien, Großbritannien und Deutschland. Generalkonsulin Cornelia Pieper lud ihn zur Premiere mit „Tod eines Jägers“ von Rolf Hochhuth zur „deutschen Woche“ ans Wybrzeże Teatr nach Danzig (Polen) ein, an dem er als „Ernest Hemingway“ mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Der Bayerische Rundfunk ist ebenfalls auf seine Arbeit aufmerksam geworden und berichtet in der TV Dokumentation „Doppelte Heimat“ (Erstausstrahlung Juli 2016) darüber. 2017 eröffnete er das „Theater aufm Kahn“ (Theatre Boat) in Berlin. Im Dezember 2017 inszenierte er als erster, Deutscher Regisseur in Pommern am Novy Teatr der Stadt Słupsk (vormals Stolp) nach dem II.WW „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch. Die Premiere wurde vom polnischen Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert und Münchow gelang ein weiterer kultureller Brückenschlag zwischen Polen und Deutschland. www.torstenmuenchow.com